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Der Hase und der Igel

Märchenpaten: Weinspezialist Götsch, Kiebachgasse 6 und Holzschnitzerei Strobl, Seilergasse 11

Es war einmal ein Hase, der traf frühmorgens einen Igel. „Meine Güte“, rief er, „was hast du für kurze Beine!“ Der Igel antwortete: „Meine kurzen Beine sind nicht schlechter als deine langen!“ Da lachte der Hase. „Dann lass uns am besten gleich einen Wettl auf machen!“. „Zuerst will ich frühstücken“, sagte der Igel und ging heim zu seiner Frau. Herr und Frau Igel glichen sich wie ein Ei dem anderen. Das wollten sie ausnutzen. Nach dem sich unten in einer Furche. Herr Igel blieb oben. Bald darauf kam der Hase und stelle sich neben ihn in die nächste Furche. Und – ein, zwei, drei –liefen sie los. Der Igel allerdings duckte sich nach drei Schritten in seine Furche und blieb darin sitzen. Der Hase rannte bis ans Ende des Ackers. Dort trat ihm Frau Igel entgegen und rief: „Ich bin schon da!“ Der Hase hielt sie für ihren Mann und glaubte die Wette verloren. „Noch mal!“, rief er wütend und flitzte zurück. Als er oben ankam rief ihm der Igel entgegen: „Ich bin schon da!“ „Noch mal!“, schrie der Hase wieder und rannte los. Sooft du willst“, rief der Igel ihm nach. Viele, viele Male lief der Hase hin und her. Und immer schallte es ihm entgegen: „Ich bin schon da“ Endlich konnte er nicht mehr. Mitten auf dem Acker fiel er hin und blieb liegen. Herr und Frau Igel aber gingen vergnügt nach Hause.

Quelle: Kinder und Hausmärchen, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Brüder Grimm), 1812-15, KHM 187